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Die ES.

Die Anorexia nervosa, auch Anorexia mentalis oder Magersucht genannt, ist eine psychische Störung aus dem Bereich der seelisch bedingten Esstörung.

Die Anorexia nervosa : etwa („nervlich bedingte Appetitlosigkeit&ldquo wurde erstmals 1873 von Ernest-Charles Lasègue und William Gull beschrieben, und ist somit die am längsten bekannte Essstörung.

Die meist jungen weiblichen Patienten leiden an einer Körperschemastörung, d.h. sie nehmen sich trotz eines bestehenden Untergewichts als „zu fett“ wahr. Anders als andere Menschen erlangen sie ihr Selbstwertgefühl nicht aus allgemeinen Leistungen in Beruf, Hobby oder Privatleben, sondern ausschließlich aus ihrem Gewicht bzw. der Fähigkeit, dieses kontrollieren zu können.

Die Anorexia nervosa ist mit einer geschätzten Prävalenz von 0,7 % unter weiblichen Teenagern zwar seltener als die Bulimie, zeigt jedoch einen deutlich ungünstigeren Verlauf, nicht selten mit schweren körperlichen Komplikationen. Die Erkrankung beginnt am häufigsten im Teenager-Alter, wobei eine Diät, die anschließend außer Kontrolle gerät, ein Einstieg sein kann. Die Krankheit kann jedoch auch bei Erwachsenen auftreten, oder bereits vor Eintritt der Pubertät. Nur einer von zwölf Erkrankten ist männlich.
In manchen Fällen dauert die Erkrankung nur kurz an und braucht keine oder nur eine kurzzeitige Behandlung. Andererseits kann der Krankheitsverlauf auch langwierig sein und spricht auf keine Therapie an. Obwohl die Anorexia nervosa in den meisten Fällen geheilt werden kann, sterben etwa 10 % letztendlich an den Folgen der Magersucht.

 Symptome

Das Kennzeichen der Anorexia nervosa ist die selbst herbeigeführte Gewichtsabnahme. Dies wird in der Regel durch vermindertes Essen erreicht, wobei besonders Nahrungsmittel, die als „fett-machend“ angesehen werden, weggelassen werden. Manchmal wird die Gewichtsabnahme unterstützt durch Missbrauch von Appetitzüglern, Laxantien oder Diuretika, selbst ausgelöstes Erbrechen oder exzessives Treiben von Sport.
Als Folge haben die zumeist weiblichen Patienten Untergewicht (messbar am Body Mass Index). Dadurch entstehen hormonelle Störungen: Bei Frauen äußert sich dies in einer Amenorrhoe (Achtung: Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, bekommen trotzdem eine regelmäßige Periode). Wenn der Krankheitsbeginn vor der Pubertät liegt, fehlt die Entwicklung der weiblichen Brust. Außerdem kommt es zu einem Stopp des Größenwachstums.

Auf psychischer Ebene sind die Gedanken der Betroffenen eingeengt und kreisen stets um die Themen Ernährung und Gewicht.

„Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets. [..] Sie lehnt ihren Körper ab, konzentriert sich jedoch in all ihrem Denken und Handeln auf ihn. [..] Sie will selbstständig und unabhängig sein, verhält sich jedoch so, dass ihre Interaktionspartner sie nahezu zwangsläufig kontrollieren.“